Micro-Blogging-Dienste erobern die sozialen Netze

Die VZ-Netzwerke haben im Mai dieses Jahres den Buschfunk eingeführt, der dann einige Zeit später mit dem beliebten Micro-Blogging-Dienst Twitter vernetzt werden konnte. Andere Netzwerke ziehen nun nach. Seit einiger Zeit ist in Jappy bspw. der „Ticker“ aufgetaucht, bei dem man schreiben kann, was man gerade macht. Andere Profilbesucher können diese Kurznachricht jeweils kommentieren. Seit gestern oder vorgestern hat Jappy Fans und Stars eingeführt. Bei schülerVZ kann man im Buschfunk sehen, was seine Freunde machen. Im Jappy-Ticker gibt es Fans, welche dem Twitterer unter dem Namen „Followers“ bekannt sind. Hier kann man von einem anderen Jappy-Mitglied – unabhängig von „Freundschaft“ – dessen Ticker „verfolgen“, indem man dieses Mitglied als Star markiert. Man selbst wird somit automatisch zum Fan, und man kann die Ticker-Nachrichten seines Stars auf der Startseite begutachten.

Da ich kein wkw- oder Lokalisten-Mitglied bin, kann ich nicht sagen, wie der Trend dort aussieht. Vermutlich gibt es dorts bereits Ähnliches – und wenn nicht, dann wird es bald so etwas in der Art auch dort geben. ;D

Datenzentralisierung bzw. Datenstandards für Wahlen & Co.

Heute bei der Wahl und beim Hören des Bundesradios ist mir eine neue Forderung für die Piratenpartei eingefallen, die ich für sehr sinnvoll halte. Man sollte alle statistischen und staatlich öffentliche Daten (auch Wahlergebnisse der Wahlbezirke usw.) zentralisieren nach dem amerikanischen Vorbild von data.gov und diese unter der Creative Commons-Lizenz in verschiedenen Formaten (XML, SQLite, CSV usw.) zur Verfügung stellen. Im Rhein-Sieg-Kreis war zum Beispiel für die Datensammlung die Firma Civitec verantwortlich, dieser die Daten der Bundestagswahl hier gesammelt hat. Die Stimmen waren im Beispiel Rhein-Sieg-Kreis bereits um 22:06 fertig gezählt, und erst um 22:23 gingen diese Daten (Rhein-Sieg-Kreis II) beim Bundeswahlleiter ein. Hier wäre eine Zentralisierung der Daten oder ein offener und freier Standard dringend nötig, der einen schnelleren Datenabgleich ermöglicht. Damit Wahlen nicht vorzeitig beeinflusst werden, sollten die Wahlbezirke ihre Ergebnisse natürlich auch erst nach 18 Uhr eintragen.

EnterDenRaab am Donnerstag und Gespräch mit SPD-Unterstützerin

Ich muss eine kurze Anmerkung zu der EnterDenRaab-Aktion am Donnerstag machen. Ich habe den Wahlzettel manipuliert, um die Leute zum Nachdenken anzuregen. Da fehlt was, da beim Stefan.

Die neuen Wahlzettel habe ich zusammen mit den Flyern draußen vor dem Studio verteilt. Als ich mich ein Person vom Empfang fragte, für wen ich dies machen würde, sagte ich: „Dies ist eine Aktion von einigen Internet-Usern“ – Und nicht im Namen der Piratenpartei (als Anmerkung für den Pressesprecher der Piratenpartei Landesverband NRW)

Zudem habe ich durch das Verteilen der Wahlzettel und den Flyern, die Zuschauer dazu gebracht, über die Piratenpartei zu reden. Vielleicht haben ja einige Unwissende die Piratenpartei dadurch kennengelernt, oder durch das Durchlesen des Flyer einen anderen Eindruck von den Piraten bekommen. Die Piratenpartei leidet nämlich noch unter vielen Vorurteilen:

Meine Deutschlehrerin meinte, die Piraten würden das Urheberrecht abschaffen wollen. Ich musste ihr daraufhin erklären, dass die Piratenpartei jeglich für dessen Änderung stehe.

Ein lustiges Gespräch ergab sich zudem in Köln-Mülheim auf der Heimfahrt vom Studio aus. Eine Sozialarbeiterin vom SPD-Stand sprach uns an, und wollte uns SPD-Flyer geben. Provokant zückte ich meine Piratenflyer aus meiner Seitentasche des Rucksackes, und gab ihr einen Flyer. Ohne dass sie sich diesen durchgelesen hat, fragte sie uns, für was die Piratenpartei stehen würde. Meine Empfehlung, den Flyer aufzuklappen, ignorierte sie natürlich. – Die letzten SPD-Ballons wurden am Stand gerade an die Kinder verteilt. – Nachdem sie mir erklärt hat, dass die Piratenpartei von einem Pedokriminellen gegründet wurden ist, fragte ich sie, wer gemeint wäre. „Ein Abgeordneter, der aus der SPD ausgetreten ist.“ Dass dieser Tauss hieß wusste sie natürlich nicht. Und dass er die Piratenpartei gegründet hat ebenfalls Blödsinn. Anschließend diskutierten wir über unsere Familienministeren, die die Frau von der SPD tapfer schützte, und unterstützte. Sie verstand zwar unsere Argumente nicht, fand aber, Frau von der Leyen hätte viel weiter gehen müssen. Zum krönenen Abschluss drehte sie sich um, und bemerkte, dass der SPD-Stand gerade geschlossen wurde. Die anderen „Sozial“demokraten sind schon längst gegangen, wie ein Kumpel mir erzählt hat. Das Gespräch war somit schnell beendet.

Ich blogge

Hallo, liebe Internet-Gemeinde!

Ich möchte mich auch mal ein wenig an die Blogosphäre heranwagen. Dies ist nicht mein erstes Blog. Ich gründete damals das schülerVZ-Blog, welches noch bekannt unter mehrblog.net (vzlog.de) ist und über die VZ-Gruppe berichtet. In den letzten Monaten habe ich jeglich einen bekannten Microblogging-Dienst verwendet, dieser mir mit 140 Zeichen nicht mehr ganz gereicht hat.

Zu meiner Person: Ich heiße Timon, und bin in den letzten Wochen politisch sehr aktiv bei der Piratenpartei gewesen (z.B. Präsentation oder bei der EnterDenRaab-Aktion). Ich besuche derzeit noch die Schule und möchte im Anschluss eine Ausbildung zum Anwendungsentwickler beginnen.

Ich werde vorraussichtlich nicht allzuoft über 140 Zeichen hinaus bloggen. Deshalb wird man hier nicht mit Posts zugespamt.


Mein Gezwitscher


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