Ich muss eine kurze Anmerkung zu der EnterDenRaab-Aktion am Donnerstag machen. Ich habe den Wahlzettel manipuliert, um die Leute zum Nachdenken anzuregen. Da fehlt was, da beim Stefan.
Die neuen Wahlzettel habe ich zusammen mit den Flyern draußen vor dem Studio verteilt. Als ich mich ein Person vom Empfang fragte, für wen ich dies machen würde, sagte ich: „Dies ist eine Aktion von einigen Internet-Usern“ – Und nicht im Namen der Piratenpartei (als Anmerkung für den Pressesprecher der Piratenpartei Landesverband NRW)
Zudem habe ich durch das Verteilen der Wahlzettel und den Flyern, die Zuschauer dazu gebracht, über die Piratenpartei zu reden. Vielleicht haben ja einige Unwissende die Piratenpartei dadurch kennengelernt, oder durch das Durchlesen des Flyer einen anderen Eindruck von den Piraten bekommen. Die Piratenpartei leidet nämlich noch unter vielen Vorurteilen:
Meine Deutschlehrerin meinte, die Piraten würden das Urheberrecht abschaffen wollen. Ich musste ihr daraufhin erklären, dass die Piratenpartei jeglich für dessen Änderung stehe.
Ein lustiges Gespräch ergab sich zudem in Köln-Mülheim auf der Heimfahrt vom Studio aus. Eine Sozialarbeiterin vom SPD-Stand sprach uns an, und wollte uns SPD-Flyer geben. Provokant zückte ich meine Piratenflyer aus meiner Seitentasche des Rucksackes, und gab ihr einen Flyer. Ohne dass sie sich diesen durchgelesen hat, fragte sie uns, für was die Piratenpartei stehen würde. Meine Empfehlung, den Flyer aufzuklappen, ignorierte sie natürlich. – Die letzten SPD-Ballons wurden am Stand gerade an die Kinder verteilt. – Nachdem sie mir erklärt hat, dass die Piratenpartei von einem Pedokriminellen gegründet wurden ist, fragte ich sie, wer gemeint wäre. „Ein Abgeordneter, der aus der SPD ausgetreten ist.“ Dass dieser Tauss hieß wusste sie natürlich nicht. Und dass er die Piratenpartei gegründet hat ebenfalls Blödsinn. Anschließend diskutierten wir über unsere Familienministeren, die die Frau von der SPD tapfer schützte, und unterstützte. Sie verstand zwar unsere Argumente nicht, fand aber, Frau von der Leyen hätte viel weiter gehen müssen. Zum krönenen Abschluss drehte sie sich um, und bemerkte, dass der SPD-Stand gerade geschlossen wurde. Die anderen „Sozial“demokraten sind schon längst gegangen, wie ein Kumpel mir erzählt hat. Das Gespräch war somit schnell beendet.